Delegiertenversammlung des TBB

DSC_3259Unter dem Motto „Hatun – Maria – Özgecan – Nein zur Gewalt an Frauen“ und „Gleichberechtigte Teilhabe statt Integration“ fand am 21. Februar die Delegiertenversammlung des Türkischen Bundes Berlin-Brandenburg (TBB) statt. Unter den geladenen Gästen war auch Ramona Pop, die ein Grußwort der bündnisgrünen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus übermittelte.

Sie betonte dabei, dass zivilgesellschaftliche Organisationen wie der TBB für unsere lebendige Demokratie ein wichtiger Bestandteil sind, wenn es darum geht, das vielfältige und offene Leben in unserer Stadt mitzugestalten und für Gleichstellung und gesellschaftliche Teilhabe aller Berlinerinnen und Berliner, gleich welcher Herkunft, einzutreten und daran zu arbeiten.

DSC_3246Aber auch auf tagesaktuelle Geschehnisse wie den Attentaten auf Journalisten oder den ausländerfeindlichen Demonstrationen der Pegida-Anhänger ging sie in ihrer Rede ein: „Unser friedliches und solidarisches Zusammenleben sieht sich jüngst Angriffen ausgesetzt, die unsere Freiheit und unser Miteinander mindestens in Frage stellen, wenn nicht gar zerstören wollen. Diese Angriffe müssen uns Sorgen bereiten, was sie aber niemals schaffen dürfen, ist uns einzuschüchtern. Wir werden uns nicht spalten lassen, wir gemeinsam werden unser Lebensmodell von Vielfalt in Einheit verteidigen.“

Sie unterstrich, wie gewinnbringend die Vielfalt Berlins für die gesamte Stadt sei, ob wirtschaftlich, sozial oder kulturell. Berlin sei eine Einwanderungsstadt, und das soll auch weiterhin so bleiben. Gleichberechtigte Teilhabe, volle Akzeptanz, Schutz vor Diskriminierung müssen erarbeitet und manchmal auch erkämpft werden. Deshalb sind Organisationen wie der TBB so wichtig, denn sie leisten genau diese Aufgaben mit.

Bezugnehmend auf das Motto der Delegiertenkonferenz erinnerte Ramona Pop an den diesjährigen 10. Todestag von Hatun Sürücü. Dieses furchtbare Verbrechen hat damals die Gesellschaft aufgeschreckt und das Augenmerk auf die Gefahr sogenannter Ehrenmorde, die eigentlich besser Schandverbrechen heißen sollten, gerichtet. Wir alle sind in der Pflicht, aktiv zu werden, hinzuschauen, die Lebensverhältnisse von Frauen zu verbessern. Auch die Abgeordnetenhausfraktion von Bündnis 90/Die Grünen leistet hierzu einen wichtigen Beitrag und hat den Hatun-Sürücü-Preis ins Leben gerufen, mit dem insbesondere Menschen und Projekte geehrt werden, die sich gegen Frauenfeindlichkeit, Gewalt und für gleichberechtigte Teilhabe einsetzen.

Zum Abschluss wünschte Ramona Pop den Delegierten eine erfolgreiche Tagung und weiterhin ein so starkes Engagement für unsere Stadt Berlin.

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