Flüchtlingserstunterkunft Motardstraße – schwierige Bedingungen für Flüchtlinge und MitarbeiterInnen

DSC_4153-1Am 29. April 2015 besuchte Ramona Pop mit Kolleginnen der grünen Abgeordnetenhausfraktion die Flüchtlingserstunterkunft in der Spandauer Motardstraße. Die Geschäftsführerin der AWO Mitte, Snezana Prvulovic-Hummel, und der Leiter der Einrichtung, Jyoti Chakma, stellten das Heim vor und berichteten von den schwierigen Bedingungen vor Ort, sowohl für Flüchtlinge als auch für MitarbeiterInnen.

In den sechs Wohncontainern leben fast 600 Menschen aus Syrien, Afghanistan, dem Kosovo und vielen anderen Nationalitäten auf engstem Raum. Der bauliche Zustand der Erstunterkunft ist schlecht, der Sanitärbereich nicht ausreichend. Es fehlen Aufenthaltsräume wie ein gemeinsamer Essenraum. Vor allem für die Unterbringung von Familien mit Kindern ist die Einrichtung denkbar ungeeignet.

DSC_4155-1Engagiert kümmern sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWO 24 Stunden am Tag um die Geflüchteten. Doch trotz steigender Flüchtlingszahlen hat sich die personelle Ausstattung für die Betreuung und Versorgung von Flüchtlingen in den vergangenen Jahren nicht verbessert. So ist der derzeitige Betreuungsschlüssel bei den zusätzlichen Belastungen vom Personal nicht mehr zu bewerkstelligen. 

Für Ramona Pop stand nach dem Besuch fest: „Mit kurzfristiger Flickenschusterei ist es nicht getan. Statt Notlösungen braucht es einen langfristigen Plan zur spürbaren Verbesserung der Flüchtlingsunterbringung und mehr Personal für die Betreuung der Flüchtlinge, die oft traumatisiert zu uns kommen und soziale und häufig auch psychologische Betreuung benötigen.“

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