Neue Flüchtlingsunterkunft in Mitte

DSC_2370Am 12. Dezember besuchte Ramona Pop die Flüchtlingsunterkunft im vorübergehend leerstehenden Bettenhaus des St. Hedwig Krankenhauses in ihrem Wahlkreis. Etwa 100 Flüchtlinge können hier eine Unterkunft finden. Caritas und Alexianer reagieren damit schnell und unbürokratisch auf die zunehmende Not von Flüchtlingen und die fehlenden Unterbringungsmöglichkeiten in Berlin. Die Betreuung der Flüchtlinge im Haus übernehmen die Mitarbeiter der Caritas.

DSC_2348Die Anwohner wurden vorab zu einer Versammlung eingeladen, noch bevor die Klinik die Presse über die neue Flüchtlingsunterkunft informierte. So sollte eine größtmögliche Transparenz erreicht werden. Und die Reaktionen waren überwältigend. Wegen der vielen verschiedenen Religionen und Konfessionen wird das Viertel nicht ohne Grund „Toleranzviertel“ genannt. So boten viele AnwohnerInnen spontan Hilfe an, schrieben E-Mails, um sich zu erkundigen, wie man helfen kann. Schüler des jüdischen Gymnasiums bauten die Betten im neuen Flüchtlingsheim auf. Und jeden Tag bringen viele Menschen Sachspenden für die Flüchtlinge vorbei, von Kinderspielzeug bis Winterkleidung.

Alexander Grafe, Regionalgeschäftsführer der Alexianer St. Hedwig Kliniken, erklärte bei der Führung durch die Flüchtlingsunterkunft, dass sich das Krankenhaus seit mehr als 168 Jahren für arme, kranke und hilfsbedürftige Menschen einsetzt. Dieser langen Tradition folgend war es für seine Klinik eine Selbstverständlichkeit, Menschen, die auf der Flucht sind, zu helfen und ihnen eine Unterkunft zu geben. Vor der Not und dem Leid dieser Menschen dürfe man nicht die Augen verschließen, ergänzte Peter Botzian, Caritas-Referent für Migration und Integration. Es sei die Pflicht eines jeden einzelnen, zu helfen, wo es möglich ist.

Ramona Pop zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Alexianer, die gemeinsam mit der Caritas in sehr kurzer Zeit diese Unterkunft auf die Beine gestellt haben. Und die Solidarität und große Unterstützung aus der Nachbarschaft, wie der Herz-Jesu-Gemeinde und der Jüdischen Gemeinde, zeigen, dass Flüchtlinge in dieser Stadt willkommen sind.

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