Senat trägt Verantwortung für zwei Jahre S-Bahn-Chaos – kein Ende in Sicht

Pressemitteilung vom 03.01.2011. Ramona Pop, Fraktionsvorsitzende, und Claudia Hämmerling, verkehrspolitische Sprecherin, sagen zum anhaltenden S-Bahn-Chaos :
„In dieser Woche jährt sich das S-Bahn-Chaos zum zweiten Mal. Und der Senat steht empört, aber handlungsunfähig davor. Obwohl Klaus Wowereit die S-Bahn zur Chefsache erklärt hat, lässt er sich seit zwei Jahren von dem S-Bahn-Management auf der Nase herumtanzen. Die Leidtragenden sind die Berlinerinnen und Berliner. Mit seiner Forderung nach Entschädigung hält Klaus Wowereit die Fahrgäste zum Narren.

Schließlich hat der Senat die aktuelle Fahrpreiserhöhung genehmigt. Mehr Geld für mangelhafte Leistung – dafür steht der Regierende Bürgermeister. Jetzt müssen konkrete Maßnahmen in Angriff genommen werden, zum Beispiel die Beschaffung neuer Züge. Spätestens jetzt müsste allen klar sein, dass die Deutsche Bahn kein zuverlässiger Partner für die Zukunft der S-Bahn ist.

Der Senat muss dringend entscheiden, ob Berlin sich über das Jahr 2017 hinaus an den Monopolisten Deutsche Bahn binden will oder ob endlich der Vertrag mit der S-Bahn gekündigt und eine Neuausschreibung vorbereitet wird. Der Senat kann diese Entscheidung nicht bis zur Wahl im September aussitzen. Die Berlinerinnen und Berliner warten schon viel zu lange auf eine kundenfreundliche, zuverlässige und pünktliche S-Bahn.“

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