Zu Besuch im Behandlungszentrum für Folteropfer

thumb_DSC_7799_1024Am 20.Januar 2016 besuchte Ramona Pop das Behandlungszentrum für Folteropfer (bzfo) in Berlin-Moabit. Bei Ihrem Rundgang im Zentrum sprach sie unter anderem mit der Geschäftsführerin und Ärztlichen Leiterin Dr. Mercedes Hillen und dem Leiter der Tagesklinik im bzfo, Dr. Ferdinand Hänel.

Seit 1992 bietet das Behandlungszentrum in Berlin Opfern organisierter staatlicher und Bürgerkriegs-Gewalt Hilfe bei körperlichen Leiden, seelischen Langzeitschäden und psychosomatischen Störungen. Etwa 400 Erwachsene, Kinder und Jugendliche behandelt das Team jährlich. Sie kommen aus über 30 Ländern wie Syrien, Tschetschenien, dem Iran, Afghanistan, dem Irak sowie afrikanischen Ländern.

Auf Grund der hohen Nachfrage nach Behandlungsplätzen von traumatiserten Geflüchteten, die aktuell beispielsweise aus Syrien und dem Irak einreisen, bietet die Ambulante Abteilung neben der Langzeittherapie seit September 2013 in einem Akutprogramm Soforthilfe für neu eingereiste Gfelüchtete. Neben ärztlicher und psychotherapeutische Behandlung erhalten sie hier soziale Begleitung und Beratung. Bei Bedarf ist eine Weiterbehandlung im Langzeittherapieprogramm möglich.

Ramona Pop zeigte sich beeindruckt und dankte dem bzfo für das großartige Engagement. „Beim Besuch des Behandlungszentrums konnte ich mich vor Ort überzeugen, welch wichtigen Beitrag das Zentrum gerade auch bei der Behandlung von neu ankommenden Geflüchteten leistet. Viele von ihnen sind durch Angst und Gewalt stark traumatisiert und benötigen ärztliche Hilfe. Mit ihrem Programm zur frühzeitigen Akutversorgung wird den Menschen hier im bzfo unbürokratisch und schnell geholfen. Doch die Kapazitätsgrenzen sind erreicht. Darum ist es wichtig, die Therapieplätze in der Akuthilfe zeitnah auszubauen. Denn qualifizierte Hilfsangebote sind die Grundlage, um den Schwersttraumatisierten eine menschenwürdige Perspektive zu ermöglichen.“

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